1990-2000

1990

Das Jahr beginnt sehr stürmisch, der Löschzug muß zwischen dem 25. Januar und dem 10. März an 8 Tagen Sturmschäden und umgestürzte Bäume beseitigen.
Vier Wespennester gefährden die Bevölkerung.
Dreimal wird der Löschzug zur Unterstützung bei Großbränden in Kempen und Unterweiden gerufen. Ein vierter Großbrand ist auf der Königsstraße.

Die Zahl der Einsätze steigt auf 43.

1991

Die Wehrmänner werden zu 21 Einsätzen gerufen. Bei der Firma Klösters auf dem Speefeld kommt es zu einem Großbrand. In Tönisberg brennt eine alte Scheune nieder, der Löschzug St. Hubert wird zur Unterstützung angefordert.

Mit Spendengeldern und Mitteln aus der Löschzugkasse wird ein Hydraulikaggregat mit Schere und Spreizer beschafft.
Das Gerätehaus erhält moderne, elektrobetriebene Rolltore.

Im Juni 1991 beginnen die Kameraden mit der Umgestaltung des Gerätehausumfeldes.
Der Sommerausflug führt den Löschzug zur Bundesgartenschau nach Dortmund.

Das Thema Feuerwehr beschäftigt auch die Filmindustrie: der Inhaber der Kempener Lichtspiele lädt die Gesamtwehr zu einem kostenlosen Besuch im Kino ein. Die Feuerwehrkameraden sind begeistert vom Film "Backdraft- Männer die durchs Feuer gehen".

1992

Der Löschzug wird 110 Jahre alt.

Unterbrandmeister Franz Bucher wird auf der Jahreshauptversammlung für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Die Zahl der Einsätze steigt auf 34.
Bei Hüpen auf der Bellstraße kommt es zu einem Großbrand.

Die Gesamtwehr Kempen erhält einen Gerätewagen Gefahrgut. Der vorher in Kempen stationierte SW2000 Trupp kommt nach St. Hubert. Der Löschzug verfügt somit über vier Einsatzfahrzeuge.

Beim Rosenmontagszug in Kempen nimmt die Feuerwehr St. Hubert in der Kostümierung als Gärtner teil. Die Begrünung des Gerätehausumfeldes wird abgeschlossen.

Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums findet am 3. Oktober im Forum ein Feuerwehrball statt.
Ein Mehrtagesausflug führt die Kameraden nach Trier.

1993

Schon am 9. Januar kommt es bei Temperaturen um 0 Grad und böigem Wind zu einem Großbrand bei der Firma Schönmackers in Kempen. Die Recyclinganlage brennt bis auf die Grundmauern nieder. Ein Übergreifen der Flammen auf den Werkstatt- und Bürobereich kann jedoch verhindert werden. Die Einsatzkräfte der Gesamtwehr Kempen sind von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht im Einsatz.

1994

Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1994 werden die Kameraden: UBM Johannes Pricken, OFM Wilhelm Knott, OFM Heinrich Windhausen und OFM Heinrich Maas für Ihre 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Insgesamt werden 28 Einsätze verzeichnet, wobei 4 Großbrände zu bekämpfen sind.
Am 15. August brennt auf dem Hooghe Weg der Kempener Chemiebetrieb Dr. Deppe. Eine riesige Rauchwolke schwebt über dem Kempener Industriegebiet. Mehr als 300 Feuerwehrleute aus dem Kreis Viersen bekämpfen die Flammen. Bei den Löscharbeiten werden Fässer mit hochgiftigem Methylisothiocyanat gefunden. Unter Hitze kann sich der Stoff unter anderem Salzsäure und Phosgen freisetzen. Phosgen wurde im 1. Weltkrieg als Kampfgas verwendet. Die Feuerwehr entgeht nur knapp einer Katastrophe.
In einem Wohnhaus in Voesch wollen Einbrecher ihre Spuren verwischen und zünden das Haus an, es brennt bis auf die Grundmauern nieder. Bei den Großbränden im Gartencenter Möhlmann in Kempen und der Firma Roosen in Schmalbroich unterstützt der Löschzug St. Hubert die Löscharbeiten.

Im Oktober 1994 wird im Forum ein Feuerwehrball abgehalten.

1995

Länderübergreifende Hilfe leisten Kameraden des Löschzug St. Hubert und der der Gesamtwehr Kempen beim Hochwasser an der Maas im Januar und Februar 1995. Die Gesamtwehr Kempen wird dafür mit der Europamedaille ausgezeichnet.

 

Bei den 31 Einsätzen des Jahres werden wiederum 5 Großbrände verzeichnet.
Am 14. Juli brennt eine 100 Quadratmeter große Produktions- und Lagerhalle der Firma August van Leendert, An Eulen 7. Bei Arbeiten mit einem Trennschleifer zur Demontage einer Maschine gerieten die in der Halle gelagerten Holzrahmen in Brand. Der Sachschaden wird auf über 500.000 DM beziffert.

Die Großbrände der letzten Jahre sind Grund für die Anschaffung eines Wasserwerfers „Vector 5000“. Der neue Wasserwerfer ermöglicht die Brandbekämpfung mit hoher Wurfweite bei großer Wasserförderung aus sicherer Entfernung. Am 30. März stellt Löschzugführer Wilhelm Hoogen der Bevölkerung die Neuanschaffung vor. Der Kaufpreis in Höhe von 8.629,60 DM wird aus der Löschzugkasse und aus weiteren Spenden beglichen.

Beim Rosenmontagszug nehmen die Blauröcke unter dem Motte „Kempsche Regen Hüppersche Segen“ teil.
In der Zeit vom 19. bis 22 Mai besuchen die Kameraden das Altstadtfest in Karlstadt.
Der Brandschutztag findet in St. Hubert auf dem Kirchplatz statt. Aus dem gesamten Kreisgebiet werden Lösch- und Sonderfahrzeuge vorgestellt.

1996

Am 21. Januar wird ein neues Löschfahrzeug eingeweiht.
Das neue Fahrzeug vom Typ LF 16 (Mercedes Benz Fahrgestell und Aufbau der Firma Schlingmann) ersetzt das 26 Jahre alte Tanklöschfahrzeug TLF16. Die Kosten für das Fahrzeug einschließlich der Beladung betragen rund 500.000 DM. Der Löschzug beteiligt sich mit 20.000 DM an den Anschaffungskosten.

Unter den 19 Einsätzen des Jahres sind wiederum 4 Großbrände.
Beim Großbrand bei der Firma Dieball an der Breite Straße gefährden brennende Propangasflaschen die Löscharbeiten.

Der langjährige Wehr- und Löschzugführer Hans Hoogen feiert mit seiner Frau Fienchen die goldene Hochzeit. Die Feuerwehr schmückt das Haus und bringt dem Jubelpaar ein Ständchen.
Drei Generationen Hoogen sind Mitglied der Feuerwehr.


Der Löschzug tauscht das LF8 mit IVECO Fahrgestell vom Baujahr 1982 gegen ein drei Jahre jüngeres LF8 mit Mercedes Benz Fahrgestell, das vorher beim Löschzug Schmalbroich im Einsatz war. Der Löschzug Schmalbroich erhält ein LF16 TS aus Beständen des Bundes. Das St. Huberter LF8 findet einen neuen Platz in der Kempener Feuerwache.

Die Kameraden unternehmen einen mehrtägigen Ausflug in die Bundeshauptstadt Berlin.

1997

In einem sehr ruhigen Jahr werden nur 18 Einsätze verzeichnet. Die Bevölkerung bleibt von größeren Bränden verschont.

Am 24. Mai wird ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) in Dienst gestellt.
Das Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz wurde vorher von der Firma Schlingmann als Vorführfahrzeug genutzt. Die Anschaffungskosten betragen 20.000 DM. Der Löschzug beteiligt sich mit 10.000 DM am Kaufpreis.

Zum ersten Mal nimmt ein Gruppe aus St. Hubert am Leistungsnachweis in Karlstadt teil. Sie erhalten das Feuerwehr Leistungsabzeichen des Freistaats Bayern.

Das 115-jährige Jubiläum wird auf einem Feuerwehrball im Forum gefeiert.

1998

Die Einsatzzahl erhöht sich lediglich auf 19 Einsätze.
Im November wird der Löschzug zu überörtlicher Hilfe gerufen. Die Produktionshallen der Firma Draftex in Grefrath brennen in voller Ausdehnung.

Zum dritten Mal nimmt der Löschzug am Rosenmontagszug in Kempen teil.

Der Musikverein St. Hubert feiert zwischen dem 16. und 20. Mai sein 100-jähriges Jubiläum. Am Festumzug nimmt auch die Feuerwehr teil.

Ehrenbrandmeister Hans Hoogen, der die Geschicke des Löschzug St. Hubert in den Jahren 1968 bis 1982 maßgeblich beeinflusst hat, verstirbt im Alter von 75 Jahren.

1999

Im Jahr 1999 wird der Löschzug zu 36 Einsätzen gerufen.
Am 5. Juli zieht ein Sturm über das Kreisgebiet hinweg. Die Kameraden sind mehr als 20 Stunden im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen.

Das Jahr 2000 rückt näher. Um für das "Jahr-2000-Problem", das durch die Medien geistert, gerüstet zu sein, feiern einige Kameraden den Jahreswechsel im Gerätehaus.

2000

Am Morgen des 01. Mai um 03.26 Uhr wird der Löschzug zu einem Großbrand bei der Firma Wirichs auf der Bellstraße gerufen. Beim Eintreffen brennt ein Holzlager in weiten Teilen. Die Löscharbeiten dauern mehrere Stunden.
Zum traditionellen Maispaziergang treffen sich die Kameraden aufgrund der Ereignisse nicht - wie üblich - um 6 Uhr, sondern erst einige Stunden später.

Bei sechs Verkehrsunfällen des Jahres können zwei Personen nur noch tot geborgen werden.

Zum zweiten Mal nimmt eine Gruppe am Leistungsnachweis der Feuerwehren in Karlstadt – Bayern teil.