1970-1982

1970

Eine neue Zeit beginnt für die Feuerwehr und die Gemeinde St.Hubert.
Am 1.Januar tritt die kommunale Neugliederung in Kraft.
Die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Gemeinde hört am 31.12.1969 auf. Diese Neuerung wirkt sich natürlich auch auf die Feuerwehr aus.

 

Die selbständigen Wehren von Alt-Kempen, St.Hubert, Hüls, Tönisberg, Schmalbroich und die Löschgruppe Unterweiden schließen sich, bedingt durch die kommunale Neugliederung, zur Gesamtwehr Kempen zusammen. Die bisherigen Wehren bilden nun Löschzüge und Hauptbrandmeister Hans Hoogen ist nun Löschzugführer des Löschzuges St.Hubert

Die Generalversammlung am 7. Januar wird so abgehalten als wenn die Wehr noch selbständig wäre.
Die 10 Kameraden der Jugendfeuerwehr werden als Feuerwehrmannanwärter in die Feuerwehr aufgenommen. Bürgermeister Ferdinand Bergerfurth, Mitglied der Wehr, und Gemeindedirektor Heinz Maassen werden verabschiedet.
Heinz Maassen wird zum Ehrenmitglied des Löschzuges St.Hubert ernannt.

1972

Hauptbrandmeister Hans Hoogen wird am 31. Januar auf der Generalversammlung der Gesamtwehr zum stellvertetenden Wehrführer der Stadt Kempen gewählt.

Vom 19. bis zum 22. August feiert der Löschzug sein 90jähriges Bestehen. Auf dem Kirmesplatz am Gerätehaus steht ein grosses Festzelt für Festabend, Frühschoppen und Dorfabend. Übungen werden, auch mit der alten Spritze, vorgeführt. Ein Festumzug durch den mit großem Einsatz der Bevölkerung festlich geschmückten Ort runden das Fest ab.

1973

Kamerad Alfons Louven, ehemaliger Bürgermeister von St.Hubert, wird am 24. Februar für 40jährige Mitgliedschaft geehrt.
Am gleichen Abend wird Hans Josef Güldenbog als Feuerwehrmannanwärter aufgenommen.

1974

Der ehemalige Löschzug Voesch feiert sein 50jähriges Jubiläum am Ostermontag dem 15. April in der Halle von Jakob Knott. Mit dem Musikverein St.Hubert, dem Feuerwehrtrommlercorps Tönisberg und einer Band verbringt man einige schöne Stunden.

1976

Durch den trockenen Sommer häufen sich die Einsätze. Der schwierigste ist wohl der Waldbrand bei Brüggen, wo der Löschzug während der 8 Tage im August mit 46 Kameraden neunmal im Einsatz ist.

Im Dezember erhält der Löschzug 5 Funkmeldeempfänger. Damit beginnt für St.Hubert eine neue Ära der Alamierung. Bei kleineren Einsätzen heult nun nicht mehr die Sirene.

1977

Das 95jährige Bestehen wird am 17. September gefeiert. Hierbei wird Oberbrandmeister Josef Louven für 50jährige Mitgliedschaft geehrt.
Er verstirbt am 15. November.

1978

In diesem Jahr heiraten die meisten Gründungsmitglieder der 1968 gegründeten Jugendfeuerwehr. In den Protokollen werden die diversen Letsche erwähnt

1979

Am 7. Februar beschließt der Vorstand die Restaurierung der alten Handspritze.

1980

Ein Kameradschaftsabend am Kirmessamstag den 4. Oktober. Hans Hoogen wird für 40jährige, Ferdinand Bergerfurth und Wilhelm Panzer werden für 50jährige Mitgliedschaft geehrt. Mit Bier vom Faß, Braten und zünftiger Musik wird es ein gemütlicher Abend.

1981

Das 1959 angeschaffte LF 8 wird Ende diesen Jahres verschrottet. Der Löschzug erhält ein neues LF 8 der Firma Magirus. Mit Frontpumpe, eingeschobener Tragkraftspritze und einem neuen Funkgerät kostet es rund 92 000 DM.

1982

Auf der Generalversammlung am 8. Januar gibt Löschzugführer Hans Hoogen bekannt, dass er zum 100jährigen Jubiläum sein Amt aus Altersgründen niederlegen wird. Die Versammlung berät über die Nachfolge und schlägt dem anwesenden Wehrführer Hans Josef Güldenbog als Löschzugführer und Konrad Velroyen als seinen Stellvertreter vor. Sie übernehmen die Ämter am 4.September.

Der zweite wichtige Punkt ist das Jubiläum selbst, es werden Vorbereitungen beschlossen und Termine werden bekannt gegeben.
Der Rest des Jahres steht voll im Zeichen von 100 Jahren Feuerwehr in St.Hubert.