1957-1970

1957

Vom 20. bis 22. Juli steht der Ort ganz im Zeichen der Feuerwehr und deren 75jährigen Bestehens.
Ein Festabend in einem Zelt auf dem Hof bei Louven, ein Festhochamt, Schauübungen und ein Festumzug werden veranstaltet.
Aus dem gesamten Kreisgebiet waren rund 1000 Feuerwehrleute angereist um am Kreisverbandsfest teilzunehmen.

Aus Gesundheitsgründen legt Brandmeister Jakob Hüskes seine Ämter nieder.
Am 14. November wählt die Generalversammlung Josef Louven zum Leiter des 1.Löschzuges, neuer stellvertretender Wehrleiter wird Brandmeister Hans Struven.

1958

Die Feuerwehr zieht in eine neue Unterkunft, in die Scheune des Bauernhofes und der Gaststätte Borsch an der Hauptstraße.

Auf der Generalversammlung am 9. Mai dankt die Wehr dem ausscheidenden Gemeindedirektor Dr. Bömmel für seine Verdienste um die Feuerwehr und die zentrale Wasserversorgung im Ort.
Hans Hoogen wird zum Brandmeister befördert.

1959

Die Wehr erhält im April ein neues Löschfahrzeug (LF 8). Ein Opel Blitz mit einem Aufbau der Firma Heines aus Wuppertal.
Trotz finanzieller Schwierigkeiten der Gemeinde, wird das Fahrzeug, mit dem neuesten Stand der Technik, für 19000 DM angeschaft und durch Bürgermeister Josef Steeger übergeben.

In diesem sehr trockenen und heißen Sommer, brennt der Hof des Bauern van Gerven bis auf die Grundmauern nieder. Auf dessen Wiesen fanden 1957 die Schauübungen anlässlich des Jubiläums statt.

1960

Am 23. März tritt Brandmeister Josef Louven die Nachfolge des stellv. Wehrleiters Brandmeister Hans Struven an.

Die Gemeinde überlegt die alte Spritze aus dem Jahr 1907 zum Verschrotten abzugeben. Die Kameraden Josef Louven und Hans Hoogen erkennen den Museumswert und finden eine Unterstellmöglichkeit bei Winkels, An Steinen.

1962

Am 14.Februar wird der Mennekeshof (Abelen) im Stadtfeld von einem Grossbrand heimgesucht.

Das 80jährige Bestehen feiert die Wehr am 20.Oktober in der Gaststätte Valkyser auf der Bahnstrasse im Rahmen einer gemütlichen Familienfeier.

1963

Ein großes Jubiläum in St.Hubert. Oberfeuerwehrmann Wilhelm Beeren gehört im Alter von 97 Jahren seit 75 Jahren zur Feuerwehr.
Geehrt wird er in einer Feierstunde mit Musik- und Quartettverein und einige Übungen werden mit der alten Spritze vorgeführt.
Das Fernsehen berichtet in der Sendung "Hier und Heute" über den ältesten Feuerwehrmann in Deutschland.

1965

Seit diesem Jahr führt der Löschzug seinen jährlichen Winterspaziergang durch. Es geht nach Kooker in Orbroich. Dieser Abend wird aus dem Strahlrohr finanziert, in das Spenden und Strafgelder der Kameraden gesammelt werden.

1966

Das neue Gerätehaus an der Bendenstrasse kann bezogen werden. Nach mehrjähriger Planung und Ausführung unter Leitung des Architekten Hermann-Josef Gilsbach wurde es für unter 300000 DM fertiggestellt.
In die Hausmeisterwohnung zieht als Gerätewart Oberfeuerwehrmann Hans Rütten mit Familie.

1967

Die Konturen der beiden Löschzüge vermischen sich. Immer öfter nehmen junge Kameraden aus Voesch an den Diensten in St.Hubert teil.

1968

Auf der Generalversammlung am 13.Januar wird ein Wechsel in der Wehrführung beschlossen. Die bisherige Wehrführung muss wegen Überschreitung der Altersgrenze zurücktreten. Dem Kreisbrandmeister Gerhard Missing werden Brandmeister Hans Hoogen als Wehrführer und Oberfeuerwehrmann Johannes Pricken als Stellvertreter vorgeschlagen.
Beide Kandidaten werden am 23.Februar vom Gemeinderat bestätigt.

Daraufhin wird der Wechsel vollzogen. Wehrleiter Hauptbrandmeister Josef Gleumes, 44 Jahre in der Führung der Wehr und sein Stellvertreter Oberbrandmeister Josef Louven werden in die Altersabteilung aufgenommen. Von der Wehr werden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Löschzugführer des 1.Löschzuges wird Oberfeuerwehrmann Heinz Nagels, Führer des 2.Löschzuges wird Brandmeister Gerhard Kohnen.

Seine erste Vorstandsversammlung leitet Hans Hoogen am 5.Juni. Hierin beschloss man auf seine Anregung hin eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Am 1.Oktober werden 10 Kameraden aufgenommen.

1969

Hans Hoogen wird am 3.Oktober zum Hauptbrandmeister befördert.

Am 19.Oktober erhält die Feuerwehr ein neues Tanklöschfahrzeug. Das Fahrzeug ist ein Mercedes-Benz mit Staffelbesatzung (6 Personen), es hat einen 2400l Wassertank und eine Pumpenleistung von 1600l/min. Es kostet rund 67000 DM.

1970

Eine neue Zeit beginnt für die Feuerwehr und die Gemeinde St.Hubert.
Am 1.Januar tritt die kommunale Neugliederung in Kraft.
Die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Gemeinde hört am 31.12.1969 auf. Diese Neuerung wirkt sich natürlich auch auf die Feuerwehr aus.